Schloss Bruck
MUSEUM DER STADT LIENZ

GOTIK:BAROCK II
DER WEG HINAUS
Künstler aus Osttirol und dem Pustertal

Ausstellung im Museum der Stadt Lienz Schloss Bruck
13. Mai - 26. Oktober 2011

Die Ausstellung "DER WEG HINAUS" ist als Teil II und damit als Fortsetzung der 2010 im Museum Schloss Bruck präsentierten Schau "GOTIK:BAROCK" konzipiert. Zur Erinnerung an diese letztjährige Schau mit sakralen Schätzen aus dem Pustertal von Brixen bis Lienz werden auch heuer noch ausgewählte Bildwerke der Gotik aus den Museen in Bozen, Brixen und Innsbruck sowie das Virgener Fastentuch von Stefan Flaschberger und der "Görzer Altar" im Rittersaal gezeigt.

Der Weg hinaus
Manche Künstler der Barockzeit konnten sich in der Heimat, in Osttirol und im Pustertal, auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen und kulturellen Situation kaum mit ihrer Kunst verwirklichen. Sie strebten schon zur Ausbildung hinaus in bekannte Kunstzentren, nach Rom, Mailand, Neapel, Wien oder München, und fanden fern der Heimat einen neuen Wirkungsraum. Diesem "Weg hinaus" spürt die Sommerausstellung 2011 im Museum Schloss Bruck in Lienz nach.

Die Künstler
Sieben Maler und Bildhauer aus Osttirol und dem Pustertal stehen mit ausgewählten Meisterwerken im Mittelpunkt dieser Schau und manifestieren ihre Bedeutung in europäischen Kunstmetropolen, aber auch ihre Tätigkeit für Bürgergemeinschaften, Kirche und Adel in ländlichen Regionen. Diese Auftraggeber prägten die Kunst des Barock durch ihre Bedürfnisse und Programmvorgaben thematisch und künstlerisch. Die Kunstwerke zeigen zudem ein neues Phänomen: Die vorherrschend religiösen barocken Gemälde und Skulpturen wurden von einer neuen Facette begleitet: Die Auseinandersetzung mit der antiken Mythologie drängt ins Zentrum der künstlerischen Programme.

Paul Troger aus Welsberg im Pustertal (1698-1762), in Rom, Neapel und Venedig geschult, wird einer der bedeutendsten barocken Gestalter im Fresko und Tafelbild vor allem für Kirchen und Klöster im heutigen Niederösterreich.

Simon Troger aus Abfaltersbach (1683-1768) lernte die Bildhauerei in Meran und Innsbruck, wirkte schließlich im Raum München und wird mit seinen Elfenbein-Holz-Skulpturen vor allem für den kurfürstlichen Hof in München tätig.

Johann Worath aus Sand in Taufers (1609-1680), ausgebildet in Brixen, wurde seit 1642 in Aigen als Bildhauer vor allem für das Stift Schlägl tätig.

Veit Königer aus Sexten (1729-1792) arbeitete nach der Akademiezeit in Wien in Graz und von hier aus für vielen Kirchen und Klöstern der Steiermark.

Joseph Bergler d. Ä. aus Matrei (1718-1788), vorerst in Lienz und Salzburg geschult, schuf nach seiner Wiener Akademiezeit Werke in Kärnten und dann vor allem in Passau.

Joseph Bergler d. J., als Sohn des Joseph Bergler d. Ä. in Salzburg geboren (1753-1829), studierte in Passau, Mailand und Rom und wirkte seit 1800 in Prag, wo er 1815 Akademiedirektor wurde.

Joseph Mattersberger aus Matrei (1754-1825) lernte in Salzburg, an der Wiener Akademie, in Rom, Florenz, Salzburg, Passau und Mailand. Seine Kunst konnte er in Dresden und in der Eisengusshütte Lauchhammer, dann als Hofbildhauer der Zarin Katharina der Großen in St. Petersburg und schließlich in Breslau ausüben.


Öffnungszeiten
13.5. - 11.09. täglich von 10 - 18 Uhr
12.9. - 26.10. von 10 - 16 Uhr, Montag Ruhetag

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